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1)
Inbetriebnahme
Wichtig:
bitte prüfen Sie vor Anschluß der Beleuchtungsanlage an die Geräte, ob
die Anlage richtig verdrahtet und frei von Kurzschluß oder Erdschluß ist.
Dazu verbindet man die Beleuchtungsanlage direkt mit dem Netz und kontrolliert
die Funktion aller Einzel-Leuchten. Bei dreiphasigen Anlagen sind zunächst
die drei Phasen einzeln (Kontrolle, ob wirklich nur die zugehörigen Leuchten
ansprechen) und dann alle 3 Phasen gemeinsam zu testen. Wenn alle Leuchten
voll brennen und keine Sicherung oder FI-Schalter anspricht, kann von
einer fehlerfreien Installation ausgegangen werden. Bei gesteuerten LS-Lampen
könnten nur noch geregelte Phase und direkte Phase (Heiztrafo) vertauscht
sein, was jedoch zu keiner Beschädigung der Steuergeräte führt, solange
dies innerhalb der gleichen Phase passiert. Bei dreiphasigen LS-Anlagen
mit Heiztransformatoren empfiehlt sich daher bei jeder Phase noch die
Messung, ob zwischen den Anschlüssen für die Heiztrafos und die Vorschaltgeräte
Spannung liegt (wenn ja, dürfte eine Phasenverkoppelung vorliegen).
Erst wenn diese kurzen Tests eine fehlerfreie Funktion der Anlage ergeben,
ist die Anlage mit den Steuergeräten zu verbinden.
2) Lampen bleiben dunkel: bleiben bei einer mehrphasigen
Anlage alle Lampen immer dunkel, kann angenommen werden, daß der Fehler
nicht an den Last-Teilen zu suchen ist.
Netzspannung am Eingang des (der) Last-Teile(s) vorhanden ?
Sicherungen prüfen, Klemmenanschlüsse kontrollieren !
Bedienteil kontrollieren: Potentiometer richtig angeschlossen ? / Tastensteuerung
mit Netz verbunden ?
Zieht ein eventuell vorgeschalteter Schütz an ?
Bei Tastensteuerung: liefert Tasten-Steuergerät eine sich ändernde Ausgangsspannung
ca. 1 - 12 V= ?
Funktioniert nur einzelner Last-Teil nicht: Last-Teil prüfen: Anschluß
L und 10 kurzschließen; leuchten Lampen, muß Last-Teil getauscht werden,
bleiben Lampen dunkel, besteht eine Unterbrechung in der Installation.
3) Lampen leuchten nur voll: leuchten bei einer mehrphasigen
Anlage alle Lampen nur voll, kann angenommen werden, daß der Fehler nicht
an den Last-Teilen zu suchen ist. Bei einem einphasigen Gerät: Test, ob
probeweise angeschlossene Glühlampe 60-100W auch nach Abklemmen des Null-Leiters
(N) noch voll leuchtet. Wenn ja, ist dieser Lastteil defekt (höchstwahrscheinlich
Thyristor defekt).
Potentiometer-Steuerung: Potentiometer richtig angeschlossen ?
Drucktasten-Steuerung: richtig angeschlossen ?
LS-Lampen mit Heiztrafo: Heiztrafo und Drosselzuleitung (direkte und gesteuerte
Phase) vertauscht ?
4) Lampen flackern: bei Glühlampen: wenn alle Glühlampen
des Kreises ständig flackern und sich entweder nicht völlig aufregeln
oder völlig abregeln lassen, ist diese Last-Einheit zu tauschen.
LS-Lampen: wenn alle Lampen eines Kreises ständig im Gleichtakt flackern
und sich nicht voll auf- oder abregeln lassen, kann ein Defekt wie bei
Glühlampen angenommen werden (Lasteinheit tauschen).
Wenn Regelung grundsätzlich möglich: Kompensations- oder Funkentstör-Kondensatoren
im geregelten Stromkreis ?
Kondensatoren dürfen sich nur parallel zum Netz (parallel zum
Heiztrafo) befinden !
Grundlast angeschlossen ?
Fehlende Heizspannung der Heiztransformatoren ?
Elektroden-Heizung nur an einem Röhrenende wirksam ? Im dunklen Raum müssen
die beheizten Elektroden an beiden Röhrenenden durch schwaches Glühen
erkennbar sein.
Werden Spezial-Vorschaltgeräte zur Erzeugung eines Zündspannungs-Impulses
eingesetzt (speziell bei 65W Röhren), ist die Grundlast zu erhöhen (durch
Versuch ermitteln).
Lampen flackern nur im unteren Bereich: Sind Lampen mit Zündhilfe eingesetzt
? Hat Heiztrafo die für die eingesetzten Röhren richtige Sekundärspannung
?
5) Steuerbereich zu gering: Einstellregler MIN oder/und
MAX auf Lasteinheit verstellt ?
Je nach verwendeter Steuerungsart (Potentiometer, Tastensteuerung, Fremdgerät
usw.) ist der Regelbereich der Lasteinheit an das Steuersignal anzupassen
(siehe Einstellanweisung bei Lasteinheit).
Bei Potentiometersteuerung: Pot richtig angeschlossen ? Richtiger Ohm-Wert
(25 k) ?
6) Probleme mit EVGs: bei Verwendung von elektronischen
Vorschaltgeräten für LS-Röhren ist zu beachten, daß normale Vorschaltdrosseln
zusätzlich als Filter vorhanden sein müssen. Die Lastteile können sonst
durch die Oberwellen der EVGs beschädigt werden.
Der Minimumwert der Lastteile ist soweit anzuheben, daß das EVG nicht
in den instabilen Bereich kommen kann (je nach Fabrikat unter ca. 20-25%
der Helligkeit), da sonst flackern der LS-Röhren auftritt.
Eine Grundlast ist auch bei EVGs notwendig.
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